Winzerpersönlichkeit im Alto Piemonte: Ursprünglich hatte Christoph Künzli ein Auge auf die Weingärten am Ätna geworfen.

Das aktuell im Handel erhältliche Sortiment zeigt eindrücklich, welch formidable Aufbauarbeit er geleistet hat: Ob süffig oder strukturiert, was hier aus Nebbiolo, Croatina und Vespolina gekeltert wird, zeigt Handschrift. Die Roten zeichnen sich durch Frische, subtiles Tannin und Harmonie aus. Elf Hektaren stehen in Produktion, davon drei Hektaren im Maggiorina-System, das bis in die Zeit der Römer zurückgeht. Diese Rebenerziehung vereint mehrere Rebstöcke in einem Strunk, die sich in die vier Himmelsrichtungen ausdehnen und ein kelchartiges Quadrat bilden.
Die noch vorhandenen Weinberge liegen verstreut in den sanft abfallenden Hügeln in der Provinz von Novara. Hier wird Nebbiolo nicht sortenrein gekeltert, sondern mit den autochthonen Rebsorten Vespolina, Bonarda, Uva rara und Croatina verschnitten. Im kühlen Alto Piemonte wachsen die Reben vielerorts auf lockeren Porphyrböden vulkanischen Ursprungs. Die ersten Hügel der Voralpen schützen vor kalten Bergwinden.

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